SoArCo Live.Event 2015

Social Architects Live – Das Feld Treffen
– Die Community of Practicing co-kreieren -

Unter dem Titel Social Architects Live – Das Feld Treffen – Die Community of Practicing co-kreieren – kamen vom 18. September abends bis zum Morgen des 20. September 2015 zehn Social Architects der ersten beiden Ausbildungs-Webinare in Traben-Trarbach an der Mosel zusammen.

Das Ziel dieses ersten persönlichen Zusammenkommens war es, den Community Spirit mit Hilfe von SDI zu erforschen und zu entwickeln und aus einem 2nd Tier Bewusstsein heraus Projekte zu entwickeln. Welche Aufgaben kann die SoArCo (Social Architects Community of Practicing) innerhalb der Gesellschaft übernehmen? Was benötigt sie als Community, um sich im inneren zu stärken, zu entwickeln und die Qualitäten von 1st und 2nd Tier aus Spiral Dynamics zu bewahren? Die Qualität der inneren Haltung und Werte ist entscheidend, um es auch im außen, in der Umsetzung der Projekte zu manifestieren.

Dieses erste Live-Treffen war ein voller Erfolg! Das gemeinsame Erforschen der Werte-Memes nach SDI war tief und profund, die Stärkung des gemeinsamen Feldes entsprechend reich und ergiebig und die Lust an der Umsetzung groß. Alle Teilnehmer waren von der unbeschreiblichen Freude und Kraft der gemeinsamen Co-Kreation erfüllt. (Beitrag von Christine Gerike, Mitgestalterin)

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Erkundung des Live.Events in Form eines gegenseitigen Interviews von Bettina Geiken, Nukleus-Mitglied und Gestalterin des Events, und Collin Bootsveld, Teilnehmer:

Fragen an Collin: 

Was war deine Inspiration beim SoArCo LiVe.Event dabei zu sein?  Ich wollte eine persönliche Verbindung kreieren mit Menschen, die auf ähnliche Weise mit Veränderungsprozessen beschäftigt sind.

Was war dein persönliches HighlightDie sehr fokussierte und gleichzeitig offene Haltung, mit der wir unsere verschieden Projektideen auf Vistar- Art und Weise erkundet und co-kreiert haben, war sehr effektiv, sehr gezielt, kreativ und offen.

Was hat sich seitdem gezeigt und entwickelt – manifestiert? Ein wahrnehmbarer Shift in mir in Richtung zu mehr Aufmerksamkeit auf den Prozess, der gerade stattfindet zwischen mir und meiner Umgebung, mit anderen Menschen.  Ich merke, dass ich effektiver wirken kann und dass die Veränderungen auf eine natürlichere Weise stattfinden. Und das gleichzeitig die meisten Kollegen selber Urheber sind ihrer Entscheidung, etwas anders zu machen, jenseits vom Forcieren und Druck ausüben. So entstehen authentische Veränderungsprozesse.

Fragen an Bettina:

Was war deine Inspiration beim SoArCo Live.Event dabei zu sein? Einerseits das Wissen, dass ein persönliches Treffen nochmal mehr Potential freisetzt oder freisetzen kann.  Ich wusste, dass es  für mich jetzt in Richtung von mehr We-space geht.  Dadurch bin ich mehr in Resonanz mit dem Second Tier-Feld, welches ich gerne mehr in dieser Welt sehen möchte, da die Menschen und Gesellschaften dann einfach besser funktionieren.

Was war dein persönliches Highlight? Zu sehen, wie individualistisch ich tendenziell bin, dass das aber eben  auch ein Teil meiner Stärke ist.  Gleichzeitig: warm sense of community, non-„green“ community, i.e. second tier feeling. Der Spaß und die Freude daran. Dass wir durch die Veranstaltung neue Verbindungen gelegt haben.

Was hat sich seitdem gezeigt und entwickelt – manifestiert?  Es hat sich gezeigt dass die Social Architect Community of Practicing auf einem neuen Level von Existenz und operationaler Möglichkeiten ist. Dass wir nun auch so selbstverständlich die Kraft der kollektiven Intelligenz nutzen können, nicht nur, um damit neue Ideen zu generieren, sonder auch zu spüren, dass da ein Wunsch ist, diese Ideen tatsächlich umzusetzen. Dass ein gemeinsames Feld exisitiert, das Spaß am Tun hat. Zu sehen, dass unser Zusammenkommen wie eine spirituelle Praxis wirkt und die Schwingung immer wieder hochfährt.

Jürgen Greiner, Co-Trainer der Ausbildung Social Architect und Teilnehmer:

Es war ein bedeutendes Ereignis: […]
Was meint hier die Bezeichnung bedeutend? War es denn bedeutend? Für wen oder was ist es von Bedeutung? Könnte das auch eine Täuschung sein?

Bedeutung haben nach meinem Empfinden Ereignisse, die etwas Neues in die Welt bringen und einen vielleicht kleinen, jedoch essentiellen Beitrag zur Entwicklung der Menschheit geben. Dieses Potential habe ich während des Treffens wahrgenommen und nehme ich nach wie vor wahr. Das steht stark mit der Intention des Social Architects Community of Practicing (SoArCo) in Verbindung.

Social Architects sind Menschen, die gesellschaftliche Prozesse und Infrastrukturen zu gestalten vermögen, welche einerseits die vielfältigen Lebensbedingungen von Menschen flexibel einbeziehen und zum anderen einen Raum für zukunftsweisende Denk-, Lebens- und Gemeinschaftsformen gestalten können, die im Einklang mit allen Menschen und dem Natürlichen sind. Aus dem Modell Spiral Dynamics integral heraus nennen wir diese Qualität Second Tier – eine Gestaltungskraft, die sich auf das Sein besinnt, statt nur dem bloßen Überleben (First Tier) zu dienen.

Während der Tage an der Mosel konnte ich viele Qualitäten spüren und wahrnehmen, die wir als Kennzeichen für Second Tier beschreiben. Ein paar möchte ich hier anführen: Obwohl viele der Teilnehmenden sich wenig kannten und zuvor sich physisch nicht begegnet waren, wurde einander viel Vertrauen entgegen gebracht. Das Dasein war weitgehend befreit von Angst oder Furcht, die ansonsten eine grundlegende  Schwingung der 1st Tier Levels sind. Selbstverantwortlichkeit war ein anderes Element in der Interaktion. So wurden beispielsweise persönliche Ereignisse im Vor- oder Umfeld aus der Gruppe herausgehalten, die ihre emotionale Energie beeinflusst hätte. Die Teilnehmenden klärten ihre Themen selbstverantwortlich in sich selbst und achteten auch auf ihren eigenen Energiehaushalt. So konnten alle offen und frei der Gruppe und den Inhalten des Treffens begegnen. Minimale Strukturen wurden als Qualität und Bereicherung empfunden. Indem die Anwesenden über das kognitive „integral Verstehen“ hinaus die ganzheitlich integralen Ansätze im Handeln, Fühlen und Geistigen in Leichtigkeit und Flexibilität praktizierten, verkörperten sie die Qualitäten von Social Architects.

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